Chinas Export in Gefahr?

Außenhandel | | Samstag, 10 September 2022 | 1035
Die Nachfrage nach Kapazitäten für chinesische Exporte ist rückläufig. Das liegt unter anderem daran, dass Unternehmen in USA und Europa, als Folge der Lieferkettenprobleme, ihre Lagerkapazitäten und Bevorratung deutlich ausgeweitet haben. Die kurzfristige Auslastung der Transportunternehmen sinkt. Langfristig kann das dazu führen, dass Unternehmen aus China abziehen.

In einer Umfrage unter europäischen Unternehmen, die in China tätig sind, stellte die EU-Handelskammer in China (EUCCC) fest, dass die Unternehmen China verpflichtet bleiben möchten, Chinas Covid-Politik und der Konflikt in der Ukraine jedoch zu einer „Denkpause“ geführt haben.
Die EUCC warnt in ihrem Bereicht, als Resume zur Anfang dieses Jahres durchgeführte Umfrage, „einige Unternehmen könnten mit den Füßen abstimmen, sollte die aktuelle Welle der Unsicherheiten anhalten, insbesondere wenn andere Märkte deutlich mehr Vorhersehbarkeit bieten würden“.

Ein viertel der Befragten erwägt, in China geplante Investitionen neu zu bewerten und in andere Märkte zu verschieben. Der Krieg in der Ukraine und das Verhalten Chinas dazu hat auch das Vertrauen der Anleger beeinträchtigt, wobei nun 7% erwägen, aktuelle oder geplante Investitionen aus China heraus zu verlagern, und 33 % der Ansicht sind, dass der Markt als zukünftiges Investitionsziel weniger attraktiv geworden ist, heißt es in dem Bericht.