+++ IT LIT, SUM CONSE NON EARIATUR RAEPERE SEQUIDEST +++ AGNIHICIATUR AB INIA NULLORRO BLATUR SUNT EXERION +++ ES
Karriere › Vorstellungsgespräch › Vorstellungsgespräch führen

Vorstellungsgespräch führen

Vorstellungsgespräch: Mit der richtigen Vorbereitung zum neuen Job

Sie haben eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhalten? Herzlichen Glückwunsch! Sie sind auf dem Weg zu Ihrem Traumjob bereits ein gutes Stück vorangekommen und haben zahlreiche Konkurrenten hinter sich gelassen. Nun gilt vor allem eines: das Vorstellungsgespräch richtig anzupacken. Denn ein solches Bewerbungsgespräch ist alles andere als ein lockerer Plausch mit dem zukünftigen Arbeitgeber. Im Gegenteil: Je nachdem, wo Sie sich bewerben, stellen Personaler, Geschäftsführer und andere Verantwortliche enorme Anforderungen an die Kandidaten. Umso besser, dass wir alle wichtigen Informationen zum Vorstellungsgespräch nachfolgend ausführlich zusammengestellt haben. Wie immer mit dabei: Praktische Tipps, die bei der Vorbereitung helfen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Vorstellungsgespräch?

Das Vorstellungsgespräch ist der Schlüssel zu Ihrem beruflichen Erfolg – Sie müssen nur dafür sorgen, dass er auch ins richtige Schloss passt. Auf dem Weg zu einer Anstellung ist das Vorstellungsgespräch normalerweise eine der letzten Hürden: Nachdem der Personaler sämtliche eingereichten Bewerbungsunterlagen geprüft hat, lädt er besonders vielversprechende oder interessante Kandidaten zu einem Bewerbungsgespräch ein. Hier haben die Jobsuchenden die Chance, sich persönlich zu präsentieren und den Personaler von ihrer Eignung für die ausgeschriebene Stelle zu überzeugen.

Bei einem Vorstellungsgespräch bzw. einem Jobinterview sind Sie und der Personalverantwortliche des Unternehmens nicht zwangsläufig allein. Gerade bei größeren Firmen sind häufig weitere Personen anwesend – teilweise sitzen auf der anderen Seite des Tischs bis zu vier weitere Personen. Kein Wunder, dass viele Jobsuchende nervös werden, wenn sie an ihr Bewerbungsgespräch denken. Dazu kommt, dass nicht jedes Jobinterview in einem Rutsch abgewickelt wird. Stattdessen sind einige Vorstellungsgespräche von vornherein auf mehrere Durchgänge ausgelegt. Insbesondere bei Jobsuchenden, die sich um eine Führungsposition bewerben, erweisen sich Jobinterviews als überaus komplex. Wer dagegen ein Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung oder ein Praktikum hat, darf meist mit einfacheren Abläufen rechnen.

Vorbereitung: Warum sollte man ein Vorstellungsgespräch vorbereiten?

Genauso wie bei einem Lebenslauf oder einem Anschreiben für eine Bewerbung, gibt es auch bei Jobinterviews verschiedene Muster, an die sich die meisten Personalverantwortlichen halten. Die angewandten Techniken und Fragen basieren oft auf psychologischen Erkenntnissen und sollen möglichst viel über die Bewerber verraten. Wer unvorbereitet in diese Situation geht, hat es ziemlich schwer im Vorstellungsgespräch gut abzuschneiden. Das allein genügt Ihnen als Grund noch nicht? Hier sind weitere Argumente dafür, dass Sie vor Ihrem nächsten Vorstellungsgespräch unbedingt genug Zeit in die Vorbereitung investieren sollten.

Info: Was sollte man zum Vorstellungsgespräch anziehen? Viele Jobsuchende stellen sich genau diese Frage. Eine Antwort ist aber gar nicht so leicht – denn was die Etikette vorgibt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So müssen Berufskraftfahrer sicher nicht im Anzug zum Jobinterview erscheinen, während der Zweireiher von Führungskräften mitunter durchaus erwartet wird. Wir haben alle Infos und hilfreiche Tipps zur richtigen Kleidung fürs Vorstellungsgespräch in einem eigenen Ratgeber zusammengestellt.

Grund 1: Verbesserte Selbstdarstellung

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was Ihre persönlichen Schwächen sind oder wo Sie sich in 5 Jahren sehen? Falls nicht, wird es höchste Zeit – zumindest, wenn bei Ihnen demnächst ein Vorstellungsgespräch im Terminkalender steht. Denn diese Jobinterview-Fragen gehören zu den Klassikern, die eigentlich in jedem Bewerbungsgespräch gestellt werden. Daran wird eines deutlich: Wenn Sie die Fragen vorab kennen und sich gründlich mit möglichen Antworten auseinandersetzen, können Sie sich im Vorstellungsgespräch deutlich besser präsentieren. Denn ein Jobsuchender, der bei jeder zweiten Frage ins Stocken gerät oder vielleicht sogar gar keine Antwort findet, ist alles andere als vielversprechend.

Grund 2: Mehr Selbstsicherheit

Werden Sie vor wichtigen Terminen schnell nervös? Keine Sorge – bei einem Vorstellungsgespräch geht das beinahe jedem so. Umso wichtiger ist die Vorbereitung aufs Jobinterview: Hierbei bekommen Sie ein Feeling für die möglichen Fragen, die im Vorstellungsgespräch gestellt werden. Allein das sorgt für mehr Selbstsicherheit und einen starken Auftritt.

Grund 3: Motivierter Eindruck

Stellen Sie sich folgende Situation einmal vor: Sie sind der Personalverantwortliche eines großen Unternehmens, haben einen vielversprechenden Kandidaten zum Gespräch eingeladen und der findet auf jede zweite Frage, die Sie ihm stellen, keine Antwort. Würden Sie so jemanden als Fachinformatiker oder Internationalen Luftverkehrsassistenten einstellen? Vermutlich nicht. Stattdessen würden Sie sich fragen, warum der Bewerber offenbar so wenig Zeit in die Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs gesteckt hat. Ist die Stelle ihm diesen Aufwand nicht wert? Hat er vielleicht gar keine Lust auf den Job? Oder übersteigt so eine simple Vorbereitung schlichtweg den Leistungshorizont des Kandidaten? Sie sehen – wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, sollte unbedingt motiviert wirken, um keinen schlechten Eindruck zu hinterlassen.

Sie wollen Ihr Vorstellungsgespräch richtig vorbereiten? Hierfür stehen viele hilfreiche Methoden sowie allerhand Tipps bereit. In unserem entsprechenden Ratgeber haben wir Ihnen alle Infos zusammengestellt. Schauen Sie gleich einmal rein und beginnen Sie Ihre Vorbereitung am besten sofort.

Ablauf: Wie sieht ein Vorstellungsgespräch aus?

Nicht nur Sie bereiten sich auf Ihr Jobinterview vor – auch die Personalverantwortlichen gehen keineswegs völlig planlos ins Einstellungsgespräch. Im Gegenteil: Ein Vorstellungsgespräch hat meist einen ganz klaren Ablauf, an den sich so gut wie alle Personaler halten. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber das ist meist nur in kreativen Berufen der Fall. Wenn Sie sich als Berufskraftfahrer, oder Fachkraft für Hafenlogistik bewerben, müssen Sie normalerweise keine Überraschungen befürchten.

Der Ablauf bei einem Vorstellungsgespräch gliedert sich typischerweise in sechs Phasen:

  • Phase 1: Begrüßung, Vorstellung & Smalltalk
  • Phase 2: Unternehmensvorstellung
  • Phase 3: Selbstpräsentation
  • Phase 4: Fragen an den Bewerber
  • Phase 5: Fragen ans Unternehmen
  • Phase 6: Organisatorisches

Die sechs Phasen eines Vorstellungsgesprächs können Ihnen als grobe Orientierung dienen. Wenn Sie noch Genaueres zu den einzelnen Phasen wissen möchten oder Beispiele rund um die Jobinterview-Phasen brauchen, sollten Sie einen Blick auf unseren Artikel zum Ablauf eines Vorstellungsgesprächs werfen.

Wichtig: Zwar folgt jedes Vorstellungsgespräch einem typischen Ablauf, der grob den dargestellten Phasen entspricht – das bedeutet jedoch nicht, dass die einzelnen Punkte immer in genau der aufgezeigten Reihenfolge auftreten. Tatsächlich variieren viele Personaler gern und ziehen etwa die Selbstpräsentation vor oder streuen von Beginn an Fragen an den Kandidaten ein. Versuchen Sie auch das in Ihre Vorbereitung einzubeziehen, damit Sie durch einen veränderten Ablauf nicht aus dem Takt geraten.

Inhalte: Welche Fragen werden im Vorstellungsgespräch gestellt?

Tatsache ist: Personalverantwortliche greifen beim Jobinterview auf ein gigantisches Arsenal an unterschiedlichen Fragen zurück, die sie Ihnen stellen. Zu Beginn steht allerdings zunächst meist eine Sache im Fokus: die Selbstpräsentation. Anschließend geht es mit spezifischen Fragen vom Personaler an Sie weiter.

Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch

„Erzählen Sie uns doch einmal etwas über sich“ – früher oder später trifft diese Aufforderung jeden Jobsuchenden im Bewerbungsgespräch. Sie leitet einen Bereich ein, den viele Kandidaten regelrecht fürchten: die Selbstpräsentation. Hierbei handelt es sich um eine Art Kurzvorstellung in wenigen Sätzen, die vorzugsweise die dritte Phase des Jobinterviews einläutet. Im Grunde erinnert die Selbstpräsentation ein wenig an ein Referat, wie man es aus der Schule oder der Uni kennt – nur, dass Sie keine Notizen oder Karteikärtchen verwenden dürfen.

Die Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch sollte binnen fünf bis zehn Minuten alles Wesentliche zu Ihrer Person, Ihrem bisherigen Werdegang, Ihren beruflichen Wünschen und natürlich Ihrer Eignung für die ausgeschriebene Stelle vermitteln – und das am besten so, dass der Personaler Ihnen gern dabei zuhört. Sie möchten sich optimal auf die Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch vorbereiten? Dann sind Sie bei unserem Ratgeber genau richtig.

Fragen im Vorstellungsgespräch

Neben der Selbstvorstellung sind im Jobinterview vor allem die Fragen wichtig – und zwar sowohl die, die der Personaler an Sie richtet, als auch Ihre Fragen ans Unternehmen. Da erfahrungsgemäß weit über 100 Fragen in einem Jobinterview auftreten können, beantworten wir diese natürlich nicht alle – auch eine Auflistung wäre an diese Stelle nicht hilfreich. Vielmehr geben wir Ihnen kurz ein paar allgemeine Tipps und Hinweise – ausführlichere Informationen über Fragen im Vorstellungsgespräch erhalten Sie in unserem Ratgeber.

Fragen an den Bewerber

Typische Fragen, die Ihnen im Bewerbungsgespräch gestellt werden können, gelten teilweise schon als obligatorische Klassiker. Einige von ihnen sind derart raffiniert, dass sie schon so manchen Kandidaten ins Schwitzen gebracht haben. Das überrascht nicht, denn schließlich wollen die Personaler mit den Fragen so einiges über Sie herausfinden:

  • Wie gut sind Sie für die Stelle geeignet?
  • Wie gut passen Sie ins Team?
  • Wie reagieren Sie unter Stress?
  • Was für einen Charakter haben Sie?
  • Wie spontan sind Sie?

Neben diesen Aspekten geht es bei den Fragen im Vorstellungsgespräch natürlich noch um weitaus mehr. Teilweise sind die Absichten hinter den Fragen nicht einmal zu erkennen – umso wichtiger, dass Sie sich darauf vorbereiten. Das gilt insbesondere für die Fragen, die mit großer Wahrscheinlichkeit auftauchen werden:

  • Was sind Ihre persönlichen Stärken?
  • Was sind Ihre persönlichen Schwächen?
  • Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
  • Warum sollten wir gerade Sie einstellen?
Tipp: Natürlich sollten Sie die häufigsten Fragen fürs Vorstellungsgespräch vorbereiten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie die Antworten auf diese Fragen auswendig lernen müssen. Im Gegenteil: Authentizität ist in jeder Phase des Bewerbungsprozesses überaus wichtig – schließlich möchte Ihr zukünftiger Arbeitgeber Sie so kennenlernen, wie Sie wirklich sind. Wer vorformulierte Antworten herunterrattert, ist alles andere als authentisch.

Fragen ans Unternehmen

Wenn Sie Ihren künftigen Arbeitgeber von sich überzeugen wollen, sollten Sie in jeder Phase des Jobinterviews beweisen, dass Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben – für den ersten Eindruck gibt es schließlich wortwörtlich keine zweite Chance. Das bedeutet auch, dass Sie Interesse am Unternehmen zeigen sollten. Dadurch geben Sie sich ambitioniert, beweisen, dass Sie sich gründlich vorbereitet haben und bekommen außerdem die Chance noch mehr über Ihre mögliche berufliche Perspektive in der Firma zu erfahren. Warum sollten Sie diese ungenutzt verstreichen lassen?

Welche Fragen sind beim Vorstellungsgespräch nicht erlaubt?

Sind Sie auch der Meinung, dass Sie vor dem Personaler im Jobinterview sprichwörtlich die Hosen herunterlassen müssen? Weit gefehlt! Tatsächlich gibt es zahlreiche Fragen, die im Vorstellungsgespräch nicht erlaubt sind. Leider versuchen Personalverantwortliche und Arbeitgeber immer wieder mit unzulässigen Fragen in die Privatsphäre von Jobsuchenden einzudringen. Das ist aus deren Sicht vielleicht verständlich, schließlich wollen sie für ihr Unternehmen nur das Beste. Für Sie als Bewerber ergeben sich hieraus aber vermutlich unangenehme Situationen – denn längst nicht jedes private Detail möchte man öffentlich kommunizieren.

Doch welche Fragen genau sind im Vorstellungsgespräch unzulässig? Grundsätzlich gibt es keine konkreten Formulierungen, an denen dies festgemacht wird. Vielmehr stehen die Inhalte der jeweiligen Fragen im Fokus. Heikle Themen, bei denen oft unzulässige Fragen auftauchen, sind unter anderem:

  • Schwangerschaft
  • Beziehungsstatus
  • politische Überzeugung
  • Konfession
  • Krankheit
  • Behinderung

Daneben gibt es noch weitere Themenbereiche, in denen Arbeitgeber hin und wieder unerlaubte bzw. unzulässige Fragen stellen. Doch wie sollten Jobsuchende mit solchen Fragen umgehen? Das ist nicht ganz einfach, denn für Kandidaten, die eine Antwort verweigern, schwinden die Chancen den Job zu bekommen. Tatsächlich ist es bei unerlaubten Fragen im Vorstellungsgespräch manchmal sogar erlaubt zu lügen – in anderen Fällen müssen Sie hingegen auch auf unbequeme Fragen mit der Wahrheit antworten. Mehr Tipps zu diesem Thema finden Sie in unserem Ratgeber.

Tipp: Manchmal trifft einen das Glück schneller, als erwartet. Wenn Sie ein Vorstellungsgespräch absagen möchten, weil es bereits anderweitig mit einer Anstellung geklappt hat, empfehlen wir Ihnen, dies so früh wie möglich zu tun. Das hat nicht nur etwas mit Respekt zu tun, sondern kann Ihnen auch Ärger ersparen. Am sinnvollsten ist eine schriftliche Mitteilung an Ihren Ansprechpartner – natürlich per Mail, denn das ist kostenlos. Müssen Sie das Vorstellungsgespräch last minute absagen, ist ein Telefonanruf angeraten. So gehen Sie sicher, dass Ihre Absage rechtzeitig ankommt. Gleiches gilt übrigens, wenn Sie das Vorstellungsgespräch verschieben möchten.

Die 5 besten Tipps: Was sollte man beim Vorstellungsgespräch beachten?

Haben Sie auch schon einmal nach einem Beispiel für ein Vorstellungsgespräch gegoogelt? Viele Jobsuchende sehen sich Bewerbungsvideos an, weil sie hierbei lernen möchten, wie sie sich verbessern und Fehler vermeiden können. Diese Mühe können Sie sich sparen: Wir haben 5 Tipps zusammengetragen, mit denen Sie Ihr Punktekonto beim Jobinterview aufbessern können. Eine Gelinggarantie für den Traumjob ist das zwar noch nicht, aber hilfreiche Tipps fürs Vorstellungsgespräch sind immer gut zu gebrauchen.

Tipp 1: Auf Kompetenzfragen vorbereiten

Dass es bei einem Vorstellungsgespräch um Ihre Stärken geht, haben wir bereits mehrfach betont. Im Fokus stehen aber nicht nur Ihre Soft Skills und charakterlichen Positivwerte, sondern auch Ihre berufliche Kompetenz. Deshalb passiert es gerade bei Unternehmen aus der Logistikbranche häufig, dass sogenannte Kompetenzfragen gestellt werden. Diese betreffen meist den Arbeitsbereich, auf den Sie sich beworben haben. Es lohnt sich also, das eigene Fachwissen vorab noch einmal aufzufrischen. Üben Sie auch berufliche Prozesse einmal in Worten durchzuspielen – wenn man mit viel Berufserfahrung immer wieder dieselben Aufgaben ausübt, geht einem das zwar spielend leicht von der Hand, aber manchmal nur schwer von den Lippen.

Tipp 2: Organisatorische Details vorab klären

Je entspannter Sie beim Vorstellungsgespräch sind, umso selbstbewusster treten Sie wahrscheinlich auf und umso gezielter beantworten Sie die Fragen der Personaler. Deshalb raten wir allen Jobsuchenden dazu, möglichst alle organisatorischen Details weit im Voraus zu klären – so haben Sie am Tag des Jobinterviews genug Zeit, um sich voll auf das Gespräch zu konzentrieren. Überlegen Sie sich also bereits vorab, wie Sie zum Bewerbungsgespräch kommen, wann Sie losfahren müssen, wo Sie sich anmelden müssen und welche Kleidung Sie tragen wollen. Klären Sie derartige Details last minute, ist Stress quasi schon vorprogrammiert.

Tipp 3: Deutlich sprechen

Deutlich sprechen – ist das nicht eine Selbstverständlichkeit? Normalerweise schon, aber im Vorstellungsgespräch sind manche von uns derart aufgeregt, dass die Stimme schlichtweg versagt. Das kann richtiggehend peinlich werden und die Kommunikation mit dem Gegenüber erschweren. Versuchen Sie deshalb unbedingt vorab, eine klare, deutliche Aussprache zu üben. Trainieren Sie außerdem, in angemessener Lautstärke zu sprechen. Klingt banal, hat aber schon so manchem Bewerber zu mehr Selbstbewusstsein verholfen.

Tipp 4: Gegenüber spiegeln

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und mag das, was er kennt und was ihm ähnlich ist. Personalverantwortliche bilden da keine Ausnahme. Deshalb raten viele Bewerbungsexperten Jobsuchenden dazu, den Personaler beim Jobinterview zu spiegeln. Das bedeutet, dass Sie sich in der Körpersprache an Ihrem Gegenüber orientieren. Auch dies ist ein Trick, den Sie vorab hervorragend üben können. Beim Spiegeln geht es nämlich nicht ums bloße Nachahmen – da kann Ihr Gegenüber schnell das Gefühl bekommen, auf den Arm genommen zu werden. Finden Sie hier beim Vorstellungsgespräch-Training eine gute Balance.

Tipp 5: Getränke annehmen, Snacks ausschlagen

Normalerweise werden den Jobsuchenden bei einem Vorstellungsgespräch immer Getränke und manchmal sogar Snacks angeboten. Das eine Angebot kann Ihnen im Jobinterview behilflich sein, das andere zur tückischen Falle werden: Ein Getränk kann beispielsweise bei einem vor Aufregung trockenem Mund helfen. Auch können Sie mit einem Schluck aus dem Wasserglas eine kurze Pause überspielen, in der Sie über eine Frage nachdenken. Ein Snack ist dagegen wenig hilfreich: Beim Essen zu reden, ist unhöflich und kommt beim Personaler sicher nicht gut an. Zudem kann es schnell passieren, dass Sie sich vollkrümeln, etwas zwischen den Zähnen steckenbleibt oder Sie sich gar verschlucken.

Zusatztipp: Beim Thema Getränke im Vorstellungsgespräch gibt es noch weitere Hinweise. Wenn Sie sich entscheiden können, sollten Sie am ehesten bei stillem Mineralwasser zugreifen. Kaffee schlägt manchmal auf die Blase, Getränke mit Kohlensäure wiederum können zum Aufstoßen verleiten. Ein absolutes No-Go sind alkoholische Drinks. Sofern das Vorstellungsgespräch nicht gerade formlos in einer Bar stattfindet, sollten Sie von Bier, Cognac oder Wein lieber die Finger lassen.

Die 5 häufigsten Fehler: Worauf sollte man beim Vorstellungsgespräch aufpassen?

Neben vielen Do’s gibt es bei Vorstellungsgesprächen natürlich auch einige Don’ts. Manche von ihnen liegen auf der Hand und sind vor allem Nervosität und Aufregung geschuldet. Sie kommen selbst bei den erfahrensten Bewerbungsexperten hin und wieder vor und Personaler sehen gern gutmütig darüber hinweg. Andere hingegen stellen Sie schnell in ein schlechtes Licht und können Sie womöglich die Anstellung kosten. Gerade bei diesen Fehlern im Vorstellungsgespräch sollten Sie genau aufpassen.

Fehler 1: Schlechte Unternehmensrecherche

In aller Regel beginnen Jobinterviews damit, dass das Unternehmen, bei dem Sie sich beworben haben, sich selbst vorstellt. Manche Personaler drehen den Spieß jedoch um und fordern Sie stattdessen auf, etwas über das Unternehmen zu erzählen. Hier zeigt sich, wie intensiv Sie sich mit Ihrem zukünftigen Arbeitgeber auseinandergesetzt haben. Nichts in petto zu haben, zeugt von einer schlechten Vorbereitung sowie mangelndem Interesse am Job und am Unternehmen.

Fehler 2: Uhrzeit nicht eingehalten

Pünktlichkeit ist nicht nur eine Tugend, sondern auch eine Frage des Respekts. Es sollte sich daher von selbst verstehen, dass Sie zu Ihrem Vorstellungsgespräch 100 % pünktlich aufschlagen. Doch auch andersherum wird aus Unpünktlichkeit ein Fauxpas: Wer mehr als 10 Minuten zu früh in der Firma ankommt, sammelt ebenfalls keine Pluspunkte. Denn das erweckt den Eindruck, als würden Sie sich nicht gut an Absprache halten können. Außerdem kann es passieren, dass sich der Personalverantwortliche unter Druck gesetzt fühlt. Gerade in kleineren Firmen gibt es schließlich vielleicht gar keinen separaten Wartebereich, in dem Sie Platz nehmen können. So stehen Sie schlimmstenfalls im Weg herum – für einen positiven ersten Eindruck ist das sicher nicht empfehlenswert.

Fehler 3: Auswendig gelernte und inhaltsleere Phrasen

Klar, jeder Personalverantwortliche will wissen, dass Sie ein Teamplayer sind, auch unter Druck gut funktionieren und sich schnell in neue Aufgabenfelder einarbeiten können. Was er jedoch nicht braucht, sind auswendig gelernte oder inhaltsleere Phrasen. Da müssen Sie schon ein bisschen mehr bieten, um wirklich überzeugend zu sein. Untermauern Sie Ihre Fähigkeiten dagegen mit Beispielen aus Ihrem bisherigen Berufsleben, klingt das schon deutlich authentischer. Hüten Sie sich außerdem davor, Antworten auf mögliche Vorstellungsgespräch-Fragen einfach nur auswendig zu lernen. Personaler merken dies sofort und stellen Ihnen schnell eine Falle, indem sie nochmal nachhaken oder Fragen anders formulieren. Haben Sie sich nur mithilfe von auswendig Gelerntem vorbereitet, geraten Sie dadurch schnell aus dem Takt.

Fehler 4: Zu viel Kritik

Natürlich sind Unternehmen nicht unfehlbar und bei der vorbereitenden Recherche für das Jobinterview ist Ihnen vielleicht die eine oder andere Sache aufgefallen, die Sie zukünftig gern ändern würden. Davon will Ihr neuer Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch aber vermutlich gar nichts wissen – schließlich geht es hier um Sie und nicht um die Firma. Wer trotzdem ungefragt Kritik übt, manövriert sich dadurch schnell ins Aus. Und zwar nicht unbedingt, weil der Unternehmer nicht kritikfähig ist, sondern weil er sich vielmehr die Frage stellt, weshalb Sie eigentlich bei ihm arbeiten wollen, wenn Ihnen so viel am Betrieb missfällt.

Etwas anders ist die Sachlage, wenn Sie im Vorstellungsgespräch direkt nach möglichen Optimierungsvorschlägen oder Lösungswegen gefragt werden – beispielsweise in Bezug auf Ihren späteren Tätigkeitsbereich. Hier können Sie Ihre Expertise zeigen und klarstellen, warum Sie für das Unternehmen ein Gewinn sind.

Fehler 5: Fragwürdiger Umgang mit Schwächen

Früher oder später wird Ihnen im Jobinterview die Frage nach Ihren Schwächen begegnen. Erster Impuls vieler Jobsuchender: Ich habe gar keine Schwächen. Das klingt unrealistisch, denn sind wir doch mal ehrlich: Jeder von uns hat die eine oder andere Achillesferse – wer das nicht zugeben kann oder will, ist entweder unheimlich eingebildet oder unfähig sich in ausreichendem Maße selbst zu reflektieren. Doch wie soll man im Vorstellungsgespräch mit Schwächen umgehen? Der Personaler will sicher nicht wissen, dass Sie nachts heimlich den Kühlschrank plündern oder es sonntags nicht schaffen, sich von der Couch oder vom Fernseher zu lösen. Beziehen Sie sich ausschließlich auf Schwächen in Bezug auf die Arbeit und versuchen Sie die Balance zu finden: Ihre Schwächen sollten im Vorstellungsgespräch ehrlich und authentisch klingen, aber auch nicht zu schwer wiegen – schließlich sollen Sie sich durch Ehrlichkeit nicht disqualifizieren. Gerade die Jobinterview-Frage nach Schwächen zeigt, wie wichtig eine umfassende Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch ist.